Mal zu einem anderen Thema: Mein Cachy Rant
Das ist ein Thema was mich triggert. Ich liebe OpenSource. Eine Linux-Distribution ist zumindest in der Regel eine OpenSource Software. Aber warum zum Teufel muss es immer CachyOS sein? So sehr, das gestandene Linux Mint Nutzer (könnte Linux Guides sein) sich selbst dieser "was auch immer" anschließen. Ich weiß, das X11 schon seit Dekaden existiert. Ich weiß, das seit fast 10 Jahren keine Updates mehr dafür kommen. Aber bitte! Pop_OS! funktioniert in 24.04 mit Wayland nicht. Siduction Linux (Debian als "Rolling Release") funktioniert mit Wayland nicht. Wayland ist bei Mint noch immer nicht in Sicht. Warum das wohl ist ... Vielleicht weil das bei denen auch noch nicht richtig Funktioniert? Tuxedo läuft auch ohne zicken nicht. Mint basiert auf einer LTS Variante der Ubuntu Pakete. LTS! Und ich erwarte auch entsprechendes Verhalten von dieser Distro. Denn ich brauch das System. Ich brauch, das alles funktioniert. Und wenn Wayland noch 10 Jahre brauch, dann ist das so. Wenn sie es aber alternativlos starten und danach genau die selben Probleme auftauchen wie mit Pop oder Seduction, dann lasse ich das System fallen. So bringt mir das System nichts und mein Vertrauen ist verspielt.
Wayland-Jammer
KDE soll angeblich sehr gut mit Wayland laufen. Zumindest so lange es nicht mit Debian laufen muss. Wie ich schon schrieb war Siduction eine herbe Enttäuschung. Aber auch Cosmic ist eine mehr als Verwirrende Enttäuschung. Ich hatte beim Test der neuen Stable Abstürze, Freezes und vor allem ständig Display Fehler. Und das, obwohl dieses Environment bereits neu auf Grundlage von Wayland entwickelt werden sollte. Wo liegt das Problem? Ganz Einfach. Weil X11 etabliert und gereift ist. Wayland hat den selben Status nach (Festhalten!) 17 fast 18 Jahren noch nicht erreicht. Oder die Desktops Environments? Spielt keine Rolle. Das sind produktive Desktop Systeme, die zu funktionieren haben. Punkt! Wir Nutzer sind weder Alpha, noch Betatester. Es spricht absolut nichts gegen Mint und X11. Das läuft. Da brauch man mir nicht mit potenziellen Sicherheitslücken oder irgendeine 4K, 5K oder HDR Bullshit kommen. Mein System muss laufen. Mint läuft. Und so lange die Devs bei Mint die Probleme nicht in den Griff bekommen mit Wayland, brauchen sie das nicht Default und ohne Fallback releasen.
Rolling Release
Hastig hastig alles neue! Na dann macht das doch. Aber so viele Menschen rennen dem Cachy hinterher, als würde dessen Leben davon abhängen. Kein Spiel macht bei mir Probleme. Alles funktioniert. Ich profitiere vom starken und stabilen Debian. Alles klappt bisher out of the Box. Der Youtuber Garkus hat da den Vogel abgeschossen. Jeder weiß, was das GoXLR für eine Soundkarte ist. Es benötigt eine Steuersoftware, die von Haus aus nie für Linux entwickelt wurde. Anstatt einmal eine Google Suche zu benutzen, nimmt er das ach so wichtige Interface und tauscht es gegen das Uralte Behringer aus. Ohne Mist. 5 Sekunden suche ohne irgendwelche Needles oder Tricks:

Das erste Ergebnis Volltreffer. Von dort aus kann man sich mit 2-3 Klicks zur Software durchhangeln. Und da bekomme ich folgende Auswahl.

Und was sehen wir da? Paket für 32 Bit Fedora, 64 Bit Fedora, eine Exe (Ja Windoof bekommt genauso wenig Support vom Hersteller, den gibt es schon lang nicht mehr xD), Pakete für Mac Intel und ARM und zu guter letzt? Das Debian Paket. Und solche Pakete finde ich meistens. Lutris als Debian Paket. Heroic als Debian Paket. Nach dem Download, der kurzen Installation (wofür kein Terminal gebraucht wird!) und einem Systemneustart funktioniert das GoXLR tadellos und wie gewohnt. Surprise!
Aber kurz zum Thema zurück. Debian ist bekannt dafür, immensen Support bei den Systempaketen zu haben. Für fast alles gibt es Debian Pakete. Die lassen sich bei Mint fast immer mit einem klassischen Doppelklick installieren. Kein Terminal nötig.
btrfs, das Schlangen-Öl
Immutable Dateisysteme wie btrfs sind eine Pest für Poweruser. SteamOS, CachyOS usw. setzen per Default darauf. Ich als Poweruser kann sowas aber nicht gebrauchen. Ich nutze Linux für alles. Videobeabeitung (Lightworx, Kdenlive), Grafik (Krita, Inkscape), Musik/Audio (Bitwig). Ich entscheide mich daher immer klar für den sinnvollsten Weg. btrfs ist für Desktopsysteme da, die überwiegend mit Flatpak`s/Snap`s betrieben werden. Und wenn Änderungen am System nötig sind, muss man so einige Handstände machen. Lightworx und Kdenlive nutze ich als Flatpaks. Da brauche ich keine Plugins. Im Audiobereich sind Plugins essenziell. Daher musste ich Bitwig als deb installieren. Auch Spiele-Launcher werden als deb installiert. Warum nutzen das so viele denn? Na weil die meisten Nutzer nur ihre Spiele spielen wollen. Leider habe ich auch schon mehr als 10 mal erlebt, das mich Leute angebettelt haben, wieder Windoof zu installieren, weil sie ständig Stress mit dem Ding hatten. Komisch. Die paar, denen ich Mint installieren durfte, waren auf einmal wieder ruhig. Woran das wohl lag? Ich habe persönlich nichts gegen btrfs. Aber wie immer haben solche Dateisysteme ihre Stärken. Btrfs kann man für ein Serverbetriebssystem verwenden. Oder für ein System mit Eingeschränkter Nutzungsreichweite. Aber für ein uneingeschränktes Nutzen nutzt man Ext4 und nicht btrfs.
Fazit
Es ist von mir vielleicht nicht fair. Im Kern wird auch CachyOS ein gutes System sein. Aber jeder Anfänger setzt auf das System mit dem meisten Fallstricken. Die stärke von Arch war nie, die stärke von allen zu sein. Und jetzt wollen es alle nutzen. Größtmögliche Freiheiten, größtmögliche Anpassbarkeit. Aber wozu? Habt ihr auch noch vor, das System zu benutzen? Oder geht es wieder um den Flex, am Ende wieder der Typ mit den größten Einern zu sein? Vollgestopft mit unendlich viel Halbwissen? Ich hab da mal was gelesen und da mal etwas mitbekommen? Sorry aber wenn mir nach so vielen Jahren (ca. 20) mir noch einmal jemand Debian erklären will, stecke ich mir meine Kopfhörer ins Ohr uns lasse die Trulla einfach singen. Sind eh alle Scherzbefreit. Denen juckt es nicht, wenn man denen nicht zuhört.